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Sehr geschätzter Anwender!

Vorerst herzlichen Dank dafür, dass Sie sich bereit erklärt haben, unsere Internet - Applikation "Forstliche Bestandesbewertung" zu testen. Wir hoffen, dass Ihnen die Arbeit viel Spaß machen wird.

Vorerst möchten wir auf einige Besonderheiten von Internet - Applikationen (IA) hinweisen. IA haben keine dauernde Verbindung zur Datenbank. Deswegen schließt eine IA sofort nach jedem Bildschirmaufbau die Verbindung zur Datenbank. Diese technische Rahmenbedingung bringt mit sich, dass alle Ihre Arbeiten zeitgesteuert ablaufen. Haben Sie sich am System angemeldet, so erstellt das System eine so genannte "Sitzung".

Diese Sitzung ist nur solange gültig, so lange Sie ohne längere Unterbrechungen mit dem System arbeiten. "Arbeiten" mit dem System bedeutet, dass Sie das Funktionselement "Knopf" einer angezeigten Internet-Seite betätigen. Das Eingeben bzw. Berichtigen von Zahlen auf einer angezeigten Internetseite wird vom System nicht als "arbeiten" angesehen, da hierbei keine Verbindung zum Server aufgebaut wird.

Wurde eine Sitzung vom System automatisch geschlossen, so müssen Sie sich erneut anmelden. Um das Arbeiten mit dieser IA dennoch komfortabel zu gestalten, haben Sie nach jeder Anmeldung die Möglichkeit, Daten einer vorherigen Sitzung zu laden (STAMMDATEN - ALTE SITZUNG LADEN) um sodann in weiterer Folge mit diesen Daten ihre Arbeit fort zu setzen.

Zur Bedienung

Egal wie Sie in das System eingestiegen sind (entweder nur durch eine Anmeldung oder durch eine Anmeldung und das Laden der Daten einer vorhergehenden Sitzung), Sie MÜSSEN als ersten Schritt eine Berechnung im Ertragstafelrechner durchführen (ET-TAFEL - ERTRAGSTAFEL-STD) und dafür die Baumart und die Ertragstafel auf dieser Seite auswählen.

Erst wenn Baumart und Ertragstafel ausgewählt und eine Berechnung durchgeführt wurde, sind diese Werte im System gespeichert und können sodann für jede andere Berechnung verwendet werden.

Die Bewertung erstellt auch Ausdrucke. Diese erhalten Sie über den Menüpunkt "BEWERTUNG - ERGEBNISAUSDRUCK". Hier erscheint ein Ausdruck mit mehreren Links am Bildschirm. Diese Links zeigen auf ein PDF-File und ein Excel-File am Server. Sie können also den Ausdruck, indem Sie mit der rechten Maustaste auf den jeweiligen Link am Bildschirm klicken und den Menüpunkt "Link speichern unter" auswählen, auf Ihren lokalen PC abspeichern.

Baumart - Ertragstafel

Baumart und Ertragstafel sind eine Einheit. Dies gilt sowohl für alle Teile des Ertragstafelrechners (das sind alle Applikationsseiten des Menüs "ET-TAFEL") als auch für die forstliche Bestandesbewertung (Menü "BEWERTUNG").

Während alle Berechnungen des Ertragstafelrechners immer nur für die aktuell gewählte Baumart und die aktuell gewählte Ertragstafel gelten, werden Berechnungen der Bewertung für mehrere Baumarten durchgeführt.

Berechnung des erntekostenfreien Erlöses

Sie können den erntekostenfreien Erlös im Alter U (= Alter zum Zeitpunkt der Umtriebszeit) für jede Baumart vorgeben. Zusätzlich besteht aber die Möglichkeit, diesen Wert vom System errechnen zu lassen. Dazu verwendet das System mehrere von Ihnen vorzugebende Grundparameter. Ein wichtiger Parametersatz für diese Berechnungen ist die Holzpreisliste (STAMMDATEN - PREISLISTEN). Dieser Parametersatz ist mit Ihrer Benutzerkennung verbunden, Sie können also hier eine individuelle Anpassung des Systems an Ihre Anforderungen durchführen.

Neben den Holzpreislisten benötigt das System zur Berechnung des erntekostenfreien Erlöses Preise von Arbeitsstunden. Diese Preise werden unterteilt in den Preis der Arbeitsstunde je Forstarbeiter inkl. Motorsäge und in den Preis der Arbeitsstunde für die Rückemaschine (inkl. Maschinenführer). Diese Angaben sind unter BEWERTUNG - FLÄCHENDATEN einzugeben. Ebenfalls unter BEWERTUNG - FLÄCHENDATEN sind Rückekosten - bestimmende Faktoren wie Schlagflächenneigung, Beastungsprozent, Rückedistanz und Rückegassenneigung einzugeben.

Alle diese Parameter werden nicht nur zur Berechung des erntekostenfreien Erlöses im Alter U sondern auch zur Berechnung des erntekostenfreien Erlöses im tatsächlichen Alter des Bestandes herangezogen (damit wird dann in weiterer Folge der Abtriebserlös im tatsächlichen Alter des Bestandes und eine eventuell auftretende Hiebsunreife errechnet).


Die Bestandeswertentwicklung

Die Bestandeswertentwicklung wir in dieser InternetApplikation nach drei verschiedenen Methoden berechnet:

  • der herkömmlichen Methode der Berechnung mit Hilfe der Alterswertfaktorentabelle nach Prof. Sagl
  • die direkte Berechnung der Wertentwicklung unter zu Hilfenahme der Funktionalitäten, welche zur Berechnung der Alterwertfaktorentabellen nach Sagl verwendet wurden
  • linearer Ausgleich der Werteentwicklung zwischen Kulturkosten im Alter 0 und dem Abtriebswert im Alter U

Sollten Sie eine grafische Auswertung der Bestandeswertentwicklung benötigen, so setzen Sie bitte unter BEWERTUNG - FLÄCHENDATEN die Check-Box "Wertentwicklung". ACHTUNG! Die Grafiken erscheinen nur in der PDF-Datei!

Eine Besonderheit zur direkten Berechnung des Alterswertfaktor stellt das Feld "Abschlag in %" ebenfalls unter BEWERTUNG - FLÄCHENDATEN dar. Die Wertentwicklungskurve wir in den Jahren U, U-10 und U-20 mit Hilfe der Abtriebswerte zu diesen Zeitpunkten berechnet. Diese Abtriebswerte wiederum werden mit Hilfe des erntekostenfreien Erlöses im Alter U errechnet. Die primäre Berechnungsmodalität von Prof. Sagl (welche Basis der Alterswertfaktorentabelle war) hat den Abtriebswert in den Altern U-10 und U-20 mit dem erntekostenfreien Erlös des Alters U errechnet. Im oben angegeben Feld können Sie nun das System veranlassen, einen prozentuellen Abschlag vom erntekostenfreien Erlös im Alter U für die Jahre U-10 und U-20 in Anrechnung zu bringen.

Sortimentierung/Schälschäden

Die Sortenberechnung kann auf zwei verschiedene Arten erfolgen. Entweder aufgrund von Schaftkurvenparametern (nur bei den vier Fichtenertragstafeln) oder aufgrund von Sortentafeln. Sortentafeln werden grundsätzlich bei allen Baumarten außer Fichte eingesetzt.

Bei Fichte kann das System Schälschäden simulieren. Dazu verwendet das System die Rotfäulefunktion nach Binder. Eingangparameter dieser Funktion sind das Überwallungsalter (hier berechnet aus dem maximalen und dem minimalen Schälalter), der Schälwundenlänge (vom System vollständig simuliert) und dem Schälgrad (in % der geschälten Stämme). Über diesen Schälgrad kann bei Fichte auch gesteuert werden, ob das System mit Schaftkurvenparametern oder mittels Sortentafeln die Sortenberechnung durchführen soll.

Bei einem Schälgrad größer 0 werden Schaftkurvenparameter verwendet, bei einem Schälgrad von 0 werden Sortentafeln eingesetzt. Wird also z.B. ein Schälgrad von 1 % angegeben, so wird das System Schaftkurvenparameter zur Sortimentierung (von Fichte) verwenden, ohne dass jedoch eine nennenswerte Abwertung des Bestandes durch Schälschäden zu erwarten ist.


© Dipl.Ing. Markus Sommerauer, AT-2004
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